Immer wenn ich in einem Artikel oder einem Bericht die Worte WTO, Weltbank und Liberalisierung lese oder höre, dann werde ich hellhörig. Denn meistens ist es dann ein Lehrstück über die Übervorteilung der Länder, die Hilfe bräuchten, zugunsten der reichen Industrieländer. Regelmässig taucht dabei auch das Wort ‘Gerechtigkeit’ noch auf.
Die kenianischen Milchbauern können ein trauriges Lied davon singen. Die Weltbank hatte in den 50er Jahren schon einmal ‘heilend’ eingegriffen. Der Patient war anschliessend fast tot, aber dem Arzt ging es blendend.
Nun startet die EU den nächsten Versuch. Viele Zölle sollen entfallen. Die EU begründet dies damit, dass die WTO die bestehenden Regelungen für rechtswidrig hält. Das Ganze läuft unter der Bezeichnung ‘Partnerschaftsvereinbarung’.
Die EU subventioniert ihre Landwirtschaft, die dadurch entstehende Überproduktion muss Märkte haben. Das sollen dann die Entwicklungsländer sein, die mit den subventionierten Preisen nicht mithalten können.
Früher hat man diese Länder zur Kolonie gemacht. Heute hat man subtilere Mittel, die im Ergebnis nicht anders wirken.
Warum ist Liberalisierung eigentlich immer nur für eine Seite gut??
Weitere Quellen und Informationen:
Von Milchbauern und Importzöllen Gespräche über nachhaltigen Handel
Wenn zwei sich streiten…














