Dollar gibt es nur für den Krieg

by pixelio

An der NYSE werden täglich Milliarden von Dollar bewegt. Sie ist das Herz des Kapitalismus und wenn sie hustet, dann bekommt die Finanzwelt oft eine kräftige Erkältung. Das ist nichts Neues. Wir haben uns daran gewöhnt. Auch auf diesem Sektor lautet es ‘USA rules’.

Auch im Haushalt der Vereinigten Staaten von Amerika werden Milliarden bewegt und bewilligt. Der gesamte Haushalt für 2008 beträgt 555 Milliarden Dollar. Davon sind 70 Milliarden Dollar für die Kriege in Afghanistan und im Irak bewilligt. Wer die letzten Jahre Revue passieren lässt, erinnert sich, dass eine Nachbewilligung von zusätzlichen Milliarden für diese Kriege die Regel ist. Insoweit sind die 70 Milliarden vorläufig.

by pixelio

Der Haushalt der UNO mit 4,15 Milliarden für 2008 und 2009 sieht dagegen wie die Portokasse der USA aus. Er wurde jetzt verabschiedet - trotz der Gegenstimme der USA. Grund für die Gegenstimme sind 6,7 Millionen Dollar des Haushalts für eine Weltkonferenz gegen Rassismus. Die USA haben auch stets UN-Beitragsschulden zwischen einer und zwei Milliarden Dollar, was ihnen als Druckmittel dient.
Für den Internationalen Strafgerichtshof und den Weltbevölkerungsfonds zahlen die USA auch nichts.

Für Kriege werden Milliarden bewilligt. Die fliessen der heimischen Rüstungsindustrie zu. Für die UNO sind selbst Millionen zuviel.

6 Kommentare

  1. geschrieben am 27. Dezember 2007 um 02:07 Uhr | Permalink

    Du bringst es auf den Punkt!

  2. geschrieben am 27. Dezember 2007 um 06:54 Uhr | Permalink

    Die Kriegsmaschinerie der USA muss gefüttert werden. Eines Tages wird sie Durchfall bekommen.

  3. [zeitcollector]
    geschrieben am 27. Dezember 2007 um 10:23 Uhr | Permalink

    @Dandu
    Hoffentlich bald!

  4. geschrieben am 27. Dezember 2007 um 13:52 Uhr | Permalink

    Ich weiß nicht… Durchfall kann man so und so verstehen. Meine Befürchtungen gehen dahin, dass ein in Zukunft möglicherweise wirtschaftlich zusammenbrechender aber bis unter die Haarwurzeln bewaffneter Koloss USA verstärkt diese Waffen benutzen könnte, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Und auch Drohkulissen funktionieren nur, wenn man im Zweifel auch tatsächlich bereit ist, Gewalt anzuwenden. Dazu kommt ein immer größerer Einfluss von Militär und Rüstungsindustrie. Wenn sie es also irgendwann ihr Militär nicht mehr halten können, sitzen wir anschließend alle in der Scheiße!

  5. geschrieben am 28. Dezember 2007 um 10:06 Uhr | Permalink

    Ich glaube nicht, dass wir momentan Angst davor haben müssen, dass die USA ihre Waffen tatsächlich gegen Verbündete Nationen einsetzen wird. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass an einem Krieg eine Menge Menschen viel Geld verdienen. Also werden die USA auch in nächster Zeit weiterhin Kriege führen. Und wenn die Kriege im Irak und Afghanistan nun doch einmal ausgestanden sein sollten, dann wird wohl das nächste Land drankommen. Dann dürfen wir gespannt sein, ob vielleicht der Iran endgültig fällig ist…

  6. geschrieben am 28. Dezember 2007 um 22:15 Uhr | Permalink

    @Christian
    Nein, momentan, das denke ich auch nicht. Auch nicht in den nächsten 10 Jahren. Aber die amerikanischen militärischen Thinktanks denken weiter voraus. Was ist in 20 oder 30 Jahren? Der Rüstungsvorsprung der USA ist gigantisch. (Aber Waffen allein schaffen keine Sicherheit.) Und manche Militärs denken sehr einseitig, zumal wenn womöglich noch ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen berührt werden. (Wenn du nur einen Hammer hast, fängt irgendwann alles an, wie ein Nagel auszusehen.)

Einen Kommentar schreiben

Ihre Daten werden niemals an Andere weiter gegeben.
Die Email-Adresse wird nicht angezeigt. Notwendige Felder sind so markiert: *

*
*