Rechtsextremer Kaminkehrer wird mit Berufsverbot belegt?

Gleich zu Beginn dieses Beitrags - um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin gegen jede Form von Rechtsextremismuss und wenn es nach mir ginge, wäre die NPD nicht zur Wahl zugelassen. Sie gehört verboten!

So, jetzt zum eigentlichen Anlass. In Sachsen-Anhalt soll ein Kaminkehrer mit einem Berufsverbot belegt werden. Als ich das las, stutzte ich. Die Begründung des zuständigen Ministers, die ich im folgenden zitiere, überzeugten mich nicht. Aber erst mal die Zitate:

«Er hat als Schornsteinfeger vom Staat ein Monopol für seinen Beruf bekommen. Er kann sich überall Zugang verschaffen, und kein Bürger kann sagen, ich lasse keinen Rechtsextremisten rein. Das darf nicht sein»
Wegen des Kehrmonopols habe ein Schornsteinfeger ein ähnliches Treueverhältnis zum Staat wie ein Beamter. Dem widerspreche das Engagement als Rechtsextremist.

Frage: Als er vom Staat das Monpol bekommen hat - war er da schon rechstextrem? Wird das bei der Kehrmonopolvergabe geprüft?

«So einen wollte ich bei mir zu Hause nicht reinlassen, müsste es aber. Der Staat muss den Bürgern so etwas ersparen», so Haseloff.
Laut Innenstaatssekretär Rüdiger Erben ist Battke nicht Mitglied der NPD, aber Mitglied der NPD-Kreistagsfraktion und «eindeutig» Rechtsextremist. «Er ist einer der führenden Köpfe der Rechtsextremen im Burgenland», sagte der SPD-Politiker. Zudem sei er «ein Musterbeispiel dafür, wie sich Rechtsextremisten in die Mitte der Gesellschaft vorrobben können». Der Mann sei Stadtrat in Laucha und betreue den Fußball-Nachwuchs in einem Sportklub.

Wenn ’so einer’ nichts ins Haus gelassen werden sollte, warum wird er dann in den Kreistag und den Stadtrat gelassen? Mit dieser Aktion kann man sich eigentlich nur lächerlich machen. Und letztlich wird man denen, denen man eigentlich entgegentreten will, noch etwas Gutes tun.

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