Während die deutschen Autobauer damit beschäftigt sind, notwendige Anpassungen ihrer Produkte an Umwelt- und Klimaschutz ‘abzubiegen’, sind andere mal wieder mit bescheideneren (um nicht zu sagen ‘vernünftigeren’) Produkten auf der Überholspur. Ich erinnere mich noch an die Verweigerungshaltung der deutschen Autobauer dem Katalysator und dem Russfilter gegenüber. Als die Konkurrenz diese schadstoffreduzierenden Techniken als Wettbewerbsvorteil nutzte, wurden auch die deutschen Autobauer wach.
Dieses Verhalten ist scheinbar nicht änderbar. Wieder kommt eine einfache und wirkungsvolle Technik aus einem anderen Land. Zugegeben, es ist keine Nobelkarrosse und es fährt nicht 200 km/h, das OneCat. Aber es ist sparsam, billig, umweltfreundlich und ressourcenschonend. Kommt es wirklich für 3.500 EUR auf den Markt, wird es die z.Zt. schon prekäre Absatzsituation der Automobilindustrie in Deutschland verschärfen.
Der Antrieb basiert auf dem Kompressionsprinzip, das Auto wird mit Druckluft angetrieben. Um diese zu erzeugen, sollen weniger als 2 Liter Benzin auf 100km erforderlich sein. Gebaut wird das Auto nicht in grossen Fabriken, sondern vor Ort beim Händler. Faszinierend!
Entwickelt wurde dieses Auto in Frankreich, Geldgeber ist der Tata-Konzern aus Indien. Dieser Konzern ist auch auf dem Weg, die Traditionsmarken Jaguar und Land Rover von Ford zu kaufen.
Insoweit ist der Tipp, Hindi zu lernen, ein Tipp zur rechten Zeit?
Den deutschen Autobauern wäre so ein Auto wie das OneCat wohl zu ‘popelig’. Aber die Ölpreisentwicklung wird für das OneCat sprechen.
Ich würde mir dieses Auto kaufen. Für die regionalen Fahrten ist es vollkommen ausreichend. Und das sind erfahrungsgemäss die überwiegenden Fahrten. Benötigt man ein grösseres Auto für weitere Fahrten (Urlaub), kann man sich dies mieten. Diese Variante kommt weitaus billiger, als ein Auto für 20.000 oder 30.000 EUR dauerhaft zu unterhalten.
Unter Berücksichtigung von Umwelt- und Klimaschutz sowie Ressourcenschonung wäre die Kombination OneCat und Mietauto für besondere Fälle meines Erachtens ebenfalls zu bevorzugen.
Update 09.01.2008:
Billigautos stehlen Luxuslimousinen die Schau















2 Kommentare
Klingt alles sehr interessant. Leider habe ich aber noch ein Problem mit den ganzen SUVs, die so herumfahren - und das nicht eben zimperlich. Als mein alter Golf hinterrücks von einem neuen Passat Kobi mit eineinhalb Tonnen Gewicht gemeuchelt wurde, merkte ich nur zu deutlich: Beim Aufprall zählt Masse!!! (Mit allen ihren negativen Folgen für die Umwelt.) Ich bin knapp mit heiler Haut davon gekommen. Mit einem leichteren (und umweltfreundlicheren) Auto hätte ich wohl mindestens ein Schleudertrauma davon getragen. So einen Schlag ins Kreuz möchte ich nicht noch mal erleben.
Wie löst man dieses Problem?
Ich fahre (übertrieben formuliert) nicht der Umwelt zuliebe freiwillig Seifenkisten, während Andere mit Panzern (z.B. Mercedes M-Klasse usw.) unterwegs sind.
Das ist sicher ein beachtenswerter Sachverhalt. Dies ist aber nicht allein auf das OneCat beschränkt, sondern trifft im Grunde jeden Kleinwagen. Würde man die SUVs und die von Dir angesprochenen ‘Panzer’ von der Strasse verbannen, blieben immer noch die Kleinlaster ala ‘Sprinter’ und die LKWs.
Die (allerdings zur Zeit utopische) Lösung wäre, getrennte Strassen für Kleinwagen und den Rest des Verkehrs einzurichten.