Finanzkrise - Nimmt Bush bei seinem Abgang die Weltwirtschaft mit?

Während seiner Amtszeit hat Bush ja alles dafür getan, um die USA in immer grössere Schuldenlasten zu stürzen. Die Entstehung der Hypothekenkrise hat die Regierung sehenden Auges akzeptiert. Jetzt ist der Dollar auf Talfahrt, die Staatsfinanzen ebenso und die Finanzinstitute stehen am Abgrund bzw. kippen schon.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert die Regierungen seiner Mitgliedsstaaten in einem dramatischen Appell auf, notfalls mit massiven Ausgabenprogrammen einen Absturz der Weltwirtschaft zu verhindern. Für die Investmentbank Bear Stearns wird verzweifelt ein Retter gesucht. Das chinesische Brokerhaus Citic Securities hat einen Einstieg bei Bear Stearns wieder in Frage gestellt.

Weiterhin fliessen Milliarden in einen auf Lügen basierenden Krieg, dessen Ende nicht abzusehen ist. Die Milliarden gehen - wohin sonst - an die Rüstungsindustrie. Die Soldatenselbstmorde in den Reihen der Irakheimkehrer häufen sich.

Die Zahlen sprechen für sich. In den USA wird die Vorwahlshow weiter durchgezogen, während das Land den Bach runter geht. Es ist Zeit für einen Schnitt.

Update 19.03.2008:
“Der Krieg war längst beschlossene Sache”
Der ehemalige deutsche UN-Botschafter Gunter Pleuger über seine damaligen Zweifel an den Kriegsgründen der USA, seine Gefühle während der entscheidenden Sitzung in New York und den Umgang mit Lügen in der internationalen Diplomatie.

5 Kommentare

  1. geschrieben am 17. März 2008 um 22:28 Uhr | Permalink

    Bush hat bisher noch jedes Unternehmen, dass er angefasst hat, in den Sand gesetzt. Und dann hat man ihm ein ganzes Land anvertraut, noch dazu das mächtigste der Erde. Kein Wunder…

  2. [zeitcollector]
    geschrieben am 18. März 2008 um 20:12 Uhr | Permalink

    Auf ihn ist halt verlass! Das Wort ‘anvertraut’ passt hier eher nicht - früher gab es den Begriff ‘Landesverweser’.

  3. geschrieben am 18. März 2008 um 23:53 Uhr | Permalink

    Klingt besser, hieß aber eigentlich auch nur so viel wie ‘Verwalter’. War eine Art Stellvertreter für den Monarchen (Reichsverweser).
    Na gut: Bush war vieleicht so eine Art Stellvertreter für einen Präsidenten…

  4. [zeitcollector]
    geschrieben am 19. März 2008 um 07:21 Uhr | Permalink

    Richtig, aber das Wort ‘Verweser’ gefällt mir in dem Zusammenhang so gut - erinnert an ‘Verwesung’ und trifft meiner Meinung das, was den teilweisen Zustand des Landes infolge Bushs ‘Politik’ betrifft.

  5. geschrieben am 19. März 2008 um 20:07 Uhr | Permalink

    Da stimme ich Dir vollkommen zu. Da riecht so einiges ganz schön streng. Gerade hat Obama Bush Versagen im Irak vorgeworfen. Ich würde es nicht nur für Versagen, sondern für die fahrlässige Herbeiführung einer Katastrophe geschichtlichen Ausmaßes halten.

1 Trackback

  1. [...] Leute, sagt er! Dieser Mann hat während seiner Amtszeit den us-amerikanischen Bundeshaushalt ruiniert und jetzt auf einmal fallen ihm die ‘hart arbeitenden Leute’ ein. «Sie sorgen sich um [...]

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