Zu viel leicht verdientes Geld

Drei Meldungen, die den derzeitigen Zustand an den Finanzmärkten und die Auswirkungen exemplarisch illustrieren.
Jean-Claude Trichet, EZB-Präsident, sagt in einem Interview, dass die Investmentbanken, ja eigentlich alle Privatbanken zu unvorsichtig, viel zu wagemutig agierten. Es wäre zu viel leichtverdientes Geld im Markt gewesen.

Eine der Banken, die zu unvorsichtig, zu wagemutig agierten, ist die IKB-Bank. Die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat das seit August vergangenen Jahres schon 8,5 Milliarden Euro gekostet. Ein Ende ist noch nicht abzusehen. Aus den 8,5 Milliarden werden wohl noch mehr werden. Die KfW ist eine staatliche Bank - also muss am Ende der Bund dafür geradestehen - und damit die Steuerzahler.

Die Kauflaune der Deutschen steigt nur langsam.

“Nach wie vor ist bei den Bundesbürgern eine gewisse Verunsicherung hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung vorhanden”, erklärte die GfK. Hintergrund dafür seien die Folgen der US-Hypothekenkrise, der starke Euro und die Signale für eine Rezession in den USA.

Mal abgesehen davon, ob es richtig ist, dass die Kauflaune immer steigen muss und ob das ein Indikator für Vertrauen in den Zustand der Wirtschaft und der eigenen Situation ist - hätten die Bundesbürger die Milliarden, die in die IKB-Bank geschüttet wurden oder das von Trichet angeführte leicht verdiente Geld, dann würde wahrscheinlich auch die Kauflaune wieder besser.

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