Der Tubaspieler auf dem Plakat lässt eine Komödie vermuten, eine Komödie mit ländlich, heimatlichen Hintergrund. Wer den Regisseur Roy Andersson und seinen Film Songs from the Second Floor kennt, ist gewarnt.
Dieser Film ist meines Erachtens keine Komödie, auch wenn die Werbung ihn als ’schwarzhumorige Komödie aus Schweden’ ankündigt.
Das jüngste Gewitter verfilmt die Tragik des menschlichen Lebens und die lose aneinander gereihten Szenen in fahlen und ungesättigten Farben, erinnern mich an die Verfilmung von ‘1984′. Spärliche Dialoge und im wesentlichen statische Bilder versetzen die Handlung in eine Art Traumwelt.
Es sind teils absurde Situationen, immer mit einem tragischen Aspekt und Hoffnung gibt es nicht. Egal was die Menschen in diesem Film tun, sie sind nicht ‘bei der Sache’.
Der häufig fallende Satz: Morgen ist auch noch ein Tag! klingt wie eine Drohung - nichts lässt erkennen, dass der morgige Tag besser sein wird.
Die Schlussszenen mit den über einer Stadt erscheinenden Boeing-B52 schaffen auch keinen Raum für Hoffnung.
Der Film ist düster, aber unbedingt sehenswert. Er zeigt die täglichen Absurditäten des Lebens und die Schwierigkeit, ein Mensch zu sein. Auch aus stilistischer Sicht ist dieser Film etwas Besonderes. Leider wird er wohl nur in Programmkinos zu sehen sein.
Ich habe den Film in der Filmbühne Bonn-Beuel gesehen.














