Der FDP-Vorsitzende Westerwelle brachte sich und seine Partei Ende März mit den Energiepreisen ins Gespräch. Bezahlbare Energie sei ein Grundbedürfnis - die Energiekosten seien der “Brotpreis des 21. Jahrhunderts”, sagte Westerwelle. Um die Preise zu senken, solle der Mehrwertsteuersatz auf 7 Prozent gesenkt werden.
Die vier grossen Stromanbieter Eon, RWE, EnBW und Vattenfall sollen den Verbrauchern 800 Mio. EUR zu viel für sogenannte Regel- und Ausgleichsenergie berechnet haben. Jetzt wurde von der Bundesnetzagentur deshalb ein Missbrauchsverfahren eingeleitet.
Natürlich sehen sich die grossen 4 unschuldig beschuldigt. In zwei Monaten soll der Entscheid bekannt gegeben werden.
Schön wäre es, wenn Herr Westerwelle und seine Partei jetzt auch mit Vehemenz den grossen 4 entgegen treten. Es geht der FDP ja um niedrigere Energiepreise, oder?
Quellen und weitere Informationen:
Womöglich 800 Millionen Euro zu viel berechnet
Westerwelle fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf Energie














2 Kommentare
Hier lässt sich ein interessanter Zusammenhang mit der aktuellen Entwicklung an den Börsen herstellen. Wenn man sich führende Aktien anschaut, stellt man fest, dass nur die Stromkonzerne kontinuierlich gewachsen sind. Größere Einbrüche bleiben bei den großen Energieversorgern fast gänzlich aus. Natürlich gibt es auch hier hin und wieder Kurskorrekturen sowie Zeiten, in denen das Wachstum nicht allzu groß ist. Von den großen Schwankungen vieler anderer Aktien bleiben diese allerdings meist verschont.
Genau - das ist unter Berücksichtigung der Energiepreisentwicklung und der zitierten Praktiken auch nicht verwunderlich.
Ich bin auf den Ausgang des Mißbrauchsverfahrens gespannt.