Die Profiteure der Gentechnik werden nicht müde, die Harmlosigkeit der Gentechnik zu propagieren. Die Praxis straft sie aber Lügen - genmanipulierte Pflanzen lassen sich nicht wie gewünscht beherrschen.
Forscher des Swedish Board of Agriculture berichten im Wissenschaftsmagazin Biology Letters, dass Gen-Raps unberechenbar ist - zehn Jahre nach der ersten Aussaat sind solche veränderten Pflanzen noch auf einem Acker nachweisbar gewesen.
Trotz grosser Sorgfalt gelang es nicht, die Pflanzen von dem Versuchsacker zu entfernen.
2005 sammelten die schwedischen Wissenschaftler auf dem Versuchsacker 38 Rapspflanzen und behandelten sie mit dem Herbizid Glufosinat. Eigentlich hätten alle eingehen müssen. Doch 15 überlebten das Gift. Weitere Analysen wiesen die Giftresistenz in den Genen nach. Naturschützer mahnen seit langem, dass die Langzeitwirkungen und das Verhalten von Gen-Pflanzen viel zu wenig untersucht seien.
Einer der grössten Verfechter und Profiteur der Gentechnik ist der Monsanto-Konzern, der jetzt eine Niederlage in einem Prozess gegen einen Gentechnikgegner hinnehmen musste. Berufsimker und Gentechnikgegner Michael Grolm will den Genmais in Europa stoppen; das Gericht wies die Klage des Konzerns zu neun Zehntel ab.
Das Protest auch etwas bewirkt, zeigt das Beispiel in der Region Niedermöllrich.
Die geballte Ablehnung der Bürgerinnen und Bürger, des überparteilichen Aktionsbündnisses gegen Gentechnik hat dazu geführt, dass der US-Agrarmulti Monsanto zum ersten Mal in Deutschland einen Rückzieher von seinen Plänen machen musste. Der Konzern hat angekündigt, sich von seinem Standort in der Region Niedermöllrich zurückzuziehen und dort keine Versuche mit Gentech-Mais durchzuführen.
Quellen und weitere Informationen:
Zähes Kraut: Genmanipulierte Pflanzen sind selbst zehn Jahre nach ihrer Aussaat noch nachweisbar
Monsantos Klage gegen Gentechnikgegner zu neun Zehnteln abgewiesen
Informationsdienst Gentechnik
Monsanto gibt Anbau von Gen-Mais in Niedermöllrich auf!
Gentech: Neues vom ‘Golden Rice’
Bantam-Aktion gegen Genmais ruft auf:
Wo Bantam steht wächst keine Gentechnik. Deshalb wollen wir den Anbau von samenfesten Maissorten in ganz Deutschland fördern und zu einer Tradition machen, an der auch das neue Gentechnikgesetz und seine Verordnungen sich orientieren müssen.
Wer gentechnikfreien Maissorten wie den “Golden Bantam” anbaut
* muß über den Anbau von Gentechnikmais in seiner Nachbarschaft genau informiert werden
* muß vor gentechnisch verändertem Pollen geschützt werden, besonders dann, wenn aus der Ernte neues Saatgut gewonnen und vermehrt werden soll
Machen auch Sie Ihren Garten zur gentechnikfreien Zone, die wir gemeinsam verteidigen. Machen Sie mit bei unserem “Zwergenaufstand”, mit dem wir die “Gentechnik-Riesen” das Fürchten lehren. Genießen Sie im Herbst den maissig-süßen Geschmack von “Golden Bantam”. Vermehren und empfehlen Sie ihn weiter.















2 Kommentare
Ob genmanipulierte Pflanzen nun jahrzehntelang überstehen oder nicht - fakt ist, dass diese eben genmanipuliert sind, und somit nicht mehr das aufweisen, was man von einer Pflanze erwartet - eine natürliche Enstehungsweise.
Vollkommen richtig! Das steht natürlich hinter diesem Artikel.