Unter Problemlösen versteht man die Tätigkeit eines intelligenten Wesens, für ein gestelltes Problem - meist durch bewusste Denkprozesse - eine Lösung zu entwickeln oder anzuwenden. Diese Definition findet sich bei Wikipedia für das Stichwort Problemlösen. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz hat dem aber einen neuen Aspekt hinzugefügt.
Scholz sieht für die Deutschland die Vollbeschäftigung am Horizont. Wann wir den für ihn sichtbaren Horizont erreichen, hängt von der Bewegungsgeschwindigkeit ab. Aber erfahrungsgemäß verschiebt sich der Horizont mit der auf ihn zugerichteten Bewegung nach hinten. Soviel dazu.
Aber das ist für Scholz nicht das eigentliche Problem. Interessant ist, welchen Lösungsansatz Scholz wählt, um die Vollbeschäftigung zu erreichen:
Scholz schränkte aber ein, dass der Begriff Vollbeschäftigung neu definiert werden und sich an den Vermittlungschancen orientieren müsse. “Schlimmer als arbeitslos zu sein ist es, arbeitslos zu bleiben. Für mich bedeutet Vollbeschäftigung, wenn jeder nach spätestens einem Jahr einen neuen Job findet”, sagte Scholz.
Grandios - wir hätten dann noch immer 3 Mio. Arbeitslose, aber quasi Vollbeschäftigung, wenn diese 3 Mio. in einem rollierenden Verfahren spätestens nach 1 Jahr ausgetauscht werden!
Ich wiederhole noch einmal die Eingangs zitierte Definition:
Unter Problemlösen versteht man die Tätigkeit eines intelligenten Wesens, für ein gestelltes Problem - meist durch bewusste Denkprozesse - eine Lösung zu entwickeln oder anzuwenden.












2 Kommentare
Bekannter Taschenspielertrick der Politik: einfach das Problem wegdefinieren. Deswegen haben wir ja angeblich auch nur rund 3 Mio Arbeitslose.
Warum echte Politik machen, wenn man das gewünschte Ergebnis wohlfeil per Sprachregelung herbeiführen kann?
@Boris
Leider ist es so - aber nicht nur in Deutschland.
Die Italiener haben Berlusconi ja auch zum dritten Mal gewählt.