Telekom bespitzelt Aufsichtsräte, Manager und Journalisten

Rene Obermann ist erschüttert und gleichzeitig sehr froh, dass dies vor Beginn seiner Amtszeit geschehen ist, wenn es denn geschehen ist.

Gegen die Deutsche Telekom sind ungeheure Vorwürfe über jahrelange systematische Bespitzelung von Aufsichtsräten, Managern und Journalisten erhoben worden. Über ein Jahr lang sollen Telefonverbindungsdaten überwacht worden sein, um undichte Stellen zur Presse aufzudecken.
Eine Berliner Beratungsfirma sollte die Daten auswerten und mit den Telefonnummern von Journalisten abgleichen.

Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet.

Die Telekom ist eine der großen Firmen, die im Zuge der Vorratsdatenspeicherung die Verbindungsdaten der User speichern muss. Wenn die Telekom schon im eigenen Haus den Datenschutz nicht so ‘genau’ nimmt - wie sieht es dann mit den Vorratsdaten aus?

Dies zeigt, dass Abwehr von und Protest vor zunehmender Überwachung wichtig sind. Deshalb ist eine Teilnahme am bundesweiten Aktionstag am 31.5.2008 von besonderer Bedeutung.

Bürgerrechtler rufen für Samstag, den 31. Mai 2008 in vielen Städten zur Teilnahme am bundesweiten Aktionstag gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Im ganzen Land werden besorgte Bürgerinnen unter dem Motto “Freiheit statt Angst - Für die Grundrechte” auf die Straße gehen.

Bei vorratsdatenspeicherung.de sind die teilnehmenden Städte aufgelistet. In Bonn findet die Veranstaltung auf dem Bottlerplatz statt.

Update 26.05.2008:
Datenschutzbeauftragter Schaar zur Telekom-Affäre
“Datenspeicherung ist ein Sicherheitsrisiko”

Update 27.05.2008:
“Datenschutz braucht Neustart”
Rena Tangens vom Verein Foebud über die Datensammelwut von Unternehmen und Staat und was man dagegen tun kann.

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