Open Source kein Jobvernichter

Argument gegen Open source ist ja immer wieder, dass diese Arbeitsplätze in der IT-Branche vernichten würde. Ein Argument, was immer wieder polemisch gegen Bewegungen eingesetzt wird, die nicht der Profitmaximierung folgen.

Dirk Hohndel, Intels Linux-Chef, sieht dies anders:

Viele glaubten immer noch, ein Großteil freier Software werde von 17-jährigen Schülern in der Freizeit geschrieben. Tatsächlich existiere eine solche Bewegung aber nicht mehr. Die meisten Programmierer seien bei Firmen angestellt. Gut 86 Prozent des Linux-Kernel-Quellcodes kommen beispielsweise von hauptberuflichen Programmierern, wie eine Untersuchung der Linux Foundation ergab.
Für Unternehmen sei es sehr attraktiv, Open-Source-Entwickler einzustellen, denn es gebe keinen besseren Leistungsnachweis, als sich anzuschauen, was diese innerhalb eines freien Projektes geschaffen haben. Diesen Hackern, wie sich viele Programmierer aus diesem Bereich selbst bezeichnen, werde dann erlaubt, weiter an Open-Source-Software zu arbeiten. Firmen wie Hohndels Arbeitgeber Intel oder der Linux-Distributor Red Hat stellten darüber hinaus Menschen explizit als Open-Source-Entwickler an.

Wieder ein Mythos weniger. Open source ist ein gutes Vorbild für mögliche Entwicklungen in anderen Bereichen unseres Lebens.

2 Kommentare

  1. geschrieben am 30. Mai 2008 um 23:31 Uhr | Permalink

    Ohne Open Source hätten die Unternehmen Red Hat, Novell, Sun kein Geschäft. Es gäbe meinen geliebten EeePC nicht, und der hat im Alleingang Asus in der Liste der größten Computerhersteller ein paar Plätze aufrücken lassen. Ich bin sicher, dass daran eine ganze Reihe von Arbeitsplätzen hängt.

  2. [zeitcollector]
    geschrieben am 31. Mai 2008 um 10:58 Uhr | Permalink

    Mit Sicherheit - und mit Open Source-Produkten können z.B. Kommunen und Universitäten sehr viel Geld sparen (anstatt es nach Redmond zu überweisen ), das dann zur Finanzierung von Arbeitsplätzen verwendet werden kann.

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