Nun ist es soweit - der Vorwahlkampf ist endlich vorüber, die Demokraten haben ihren Präsidentschaftskandidaten. Er ist jung, er gehört der farbigen Bevölkerungsgruppe an, er ist der Sohn einer alleinerziehenden Mutter und hat es trotzdem geschafft - the american dream hat sich mal wieder verwirklicht! Was besseres konnten sich die Medien eigentlich nicht wünschen.
Hinzu kommen noch die armen Verwandten in Kenia, die jetzt im eigentlichen Wahlkampf mitfiebern.
Nichts gegen Obama, aber Wahlkampf ist die eine Sache, regieren die andere. Was hat er bisher versprochen?
“Wir sind die, auf die wir gewartet haben.”, “Schicksal wird nicht für uns geschrieben, sondern von uns.”, “Wir zusammen können die Welt so gestalten, wie sie sein soll.”, “Yes, we can.” und “Wir wollen den Wechsel!”, sind die Sätze, mit denen er seine Demokraten bewegt hat. Im Nominierungswahlkampf mag das das Richtige gewesen sein, aber lässt sich damit etwas in der Welt des Regierens bewegen? Ich bin gespannt, welche Inhalte sein Wahlkampf gegen McCain hat.
Schwung, Begeisterung und Optimismus sind etwas tolles und können viel in Bewegung setzen. Reicht das für die Probleme, vor denen er stehen wird, falls er ins Oval Office einzieht? Es wäre schrecklich, wenn er die Erwartungen dann nicht erfüllt. Nicht nur für die USA.
Ich hoffe, er hat eine glückliche Hand bei der Auswahl seiner Berater.












3 Kommentare
Die “Sachzwänge” werden ihn schon noch früh genug einholen und der Egoismus der USA wird wohl weiter bestehen. Aber wenn sich eine Sichtweise durchsetzen würde, die nicht von vornherein auf Militärische Lösungen setzt, wäre schon viel gewonnen.
Ich bin gespannt. Im Grunde hat er es nach Georg W. Bush relativ leicht, zumindest einiges besser zu machen.
Gespannt bin ich, wie er mit dem in 2 Regierungszeiten gewachsenen Bush-System in Politik, Geheimdienst und Armee umgeht.
Ich denke, Obama steht in Amerika für einen neuen Anfang nach einer viel zu langen Ära Bush. Und genau dieser Neuanfang wird in den Vorwahlen viele Wähler für Obama begeistert haben. Und auch bei den tatsächlichen Wahlen wird Obama viel davon zehren.
Dass Clinton jetzt aufgegeben hat war ein logischer Schritt. Meiner Meinung nach kam er nur viel zu spät. Jetzt wird es darauf ankommen, die Partei nach dem langen internen Wahlkampf wieder zu vereinen. Sonst könnte am Ende noch McCain als Sieger aus dem ganzen hervorgehen.