Horts Köhler fordert in seiner “Berliner Rede” Reformen, insbesondere beim deutsche Steuersystem:
Ungewohnt deutlich trat Köhler für die Senkung von Steuern und Abgaben ein. Vor allem die Belastung des Mittelstands wirke zunehmend unfair, kritisierte er. Facharbeiterfamilien müssten heute Steuersätze zahlen, “die früher nur für Reiche galten”.
Was ist ihn nicht stört: Das Reiche durch Steuergestaltungsmöglichkeiten heute so niedrige Steuern zahlen, wie früher die Facharbeiter.
Er war mal Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. An besondere Initiativen zur Steuerreform während seiner damaligen Tätigkeit kann ich mich nicht erinnern.














4 Kommentare
So groß können die Gestaltungsmöglichkeiten aber dann doch nicht sein. Immerhin tragen die oberen 5 Prozent der Einkommensbezieher (ab 84.300 Euro p.a.) über 40 Prozent zum gesamten Einkommensteueraufkommen bei. Die oberen 20 Prozent der Einkommensbezieher tragen fast 70 Prozent der gesamten Einkommensteuerlast. Die unteren 50 Prozent tragen ganze 6,2 Prozent. Kann man hier nachlesen.
Diese Verhältnisse sind doch sicher auch durch die Steuerbasis begründet - haben die oberen 20 Prozent vor Steuern vielleicht sogar mehr als 70 Prozent aller Einkommen? Die Frage ist doch, wie in den einzelnen Segmenten die Ausgangsbasis geändert wurde.
Mein kurzer Beitrag - das ist sicher erkennbar - zielte auf Horst Köhler ab.
Das kann man in dem verlinkten Paper auch nachlesen. Der Anteil am Gesamteinkommen beträgt 52 Prozent.
Dein Seitenhieb auf Köhler ist schon angekommen, die Kritik ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Ich wollte lediglich der weit verbreiteten Auffassung entgegen treten, dass “die Reichen” dank diverser Abschreibungsmöglichkeiten ja gar keine Steuern zahlen würden.
Angekommen.