Datenschutz - Der Faktor Mensch

Absolute Sicherheit gibt es nicht, kann es nicht geben. Auch nicht im Bereich ‘Datenschutz’, ‘Schutz der Privatsphäre’. Das zeigen die Pannen in Grossbritannien, aber auch in unseren Landen. Da kann Minister Schäuble tausendmal behaupten, dass die Gesetze über Online-Ausforschung oder Vorratsdatenspeicherung sicher sind und Mißbrauch nicht möglich ist.
In der Theorie mag das so sein, aber die Praxis belehrt uns immer wieder eines Besseren (bzw. Schlechteren).

Durch ein Datenleck beim Hersteller HSH waren persönliche Bürgerdaten der Einwohnermeldeämter - Familienstand, Geburtsdatum, Religionszugehörigkeit und Passbild - in 200 Kommunen über das Internet frei zugänglich. Das deckte das ARD-Fernsehmagazin “Report München” auf. Die Anwender hatten das Auslieferungspasswort nicht geändert. Schuld sei “der Faktor Mensch”, entschuldigt sich der Hersteller.

Der Faktor Mensch ist der Schuldige - aber damit lässt sich nichts entschuldigen. Immer und überall ist der Mensch beteiligt und insoweit ist der Faktor Mensch auch immer einzubeziehen. Deshalb werden Gesetze, die zur Ausforschung ermächtigen, auch kritisch bewertet. Was nützt das beste Gesetz, wenn der Faktor Mensch es zu Fall bringt?

1 Kommentar

  1. geschrieben am 24. Juni 2008 um 10:09 Uhr | Permalink

    Der Mensch steht immer im Vordergrund. Und Gesetze sind von Menschen für Menschen gemacht und nicht für technische Einrichtungen. Also sollte die Legislative bei der Gesetzgebung immer den Menschen beachten - doch daran scheitert es manchmal.

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