Was für eine Frage! Richtig wäre doch: Lieber reich und gesund, als arm und krank! Für uns ist das pure Ironie, für andere Länder schon eher makaber.
In jedem Jahr finden auf der Welt 234,2 Millionen medizinische Operationen statt, ermittelt die Online-Ausgabe der Fachzeitschrift «The Lancet». Diese Operationen sind, was mich nicht wundert, in bestimmter Weise verteilt.
Das reichste Drittel der Weltbevölkerung erhält allerdings fast drei Viertel dieser Eingriffe, das ärmste Drittel nur 3,5 Prozent. Und während es in den Industrieländern bei 0,4 bis 0,8 Prozent der Eingriffe zu Todesfällen komme, liege die Sterberate in Entwicklungsländern bei 5 bis 10 Prozent, berichten die Studienautoren.
Mit etwas Zynismus könnte man sagen, dass es ja gut ist, wenn in den ärmeren Ländern verhältnismäßig weit weniger Operationen durchgeführt werden - bei der Mortalitätsrate ! Offen ist bei diesen Zahlen aber, wieviel Menschen in den Entwicklungsländern sterben, weil sie nicht operiert werden, es sich nicht leisten können.
Quelle: nzz













