Gibt es eigentlich Hessen noch? (3)

Die Frage habe ich hier schon zweimal gestellt und Frau Ypsilanti bringt mich zum dritten Mal zu der Frage. Im Land ist es ja ruhig. Koch führt die Geschäfte, aber irgendwann ist das auch vorbei.
Und da kommt Frau Ypsilanti wieder auf die grosse Bühne. Diesmal besser vorbereitet?

Ypsilanti will es wieder wagen und anders als beim ersten Anlauf im Landtag auch tatsächlich antreten - “wenn die Landespartei das auch will”, sagte sie im Forst. Schließlich habe die Zusammenarbeit mit Grünen und Linken im Landtag bislang ausgezeichnet funktioniert. Wichtige Gesetze und Verordnungen wie etwa die Abschaffung der Studiengebühren oder Reformen im Schulbereich seien verabschiedet worden, auch in der Energiepolitik bestehe unter den möglichen Koalitionspartnern weitgehend Einigkeit.

Apropos Energiepolitik - wenn die so aussieht, wie hier bei Neues aus Westsibirien beschrieben, dann wird das wohl wieder nichts werden. Dafür wird sich wohl kein Partner finden - hoffentlich.

2 Kommentare

  1. geschrieben am 28. Juli 2008 um 13:06 Uhr | Permalink

    Da ich viele Freunde und Verwandte in Hessen habe, kann ich bestätigen: Das Land gibt es noch. Ich widerspreche in Bezug auf Frau Ypsilanti. Die war nie schlecht vorbereitet. Die Schuld am Hessendesaster trifft einzige die Bundes-SPD. Die hessische SPD hat es schon schwer gehabt, überhaupt jemanden zu finden, der gegen Roland Koch in den Ring steigen wollte. Jetzt hat die Kandidatin gewonnen und wird von den eigenen Leuten demontiert. Die Anti-Stasi-Kampagnen der Union haben im Osten einige Berechtigung. In Hessen rekrutiert sich die Linke aber mehrheitlich aus IG-Metallern, die Schröder in die Flucht geschlagen hat. Wenn Kuttel Beck sich seinen Umgang mit der Linkspartei weiterhin von der CDU vorschreiben lassen will, dann braucht die SPD künftig bei Wahlen nicht mehr anzutreten. Eine Mehrheit links von der CDU wird es ohne die Linke nämlich auf absehbare Zeit nicht mehr geben. Im Westen ist sie die Partei der sozial schwachen, im Osten ist sie die einzige wirkliche Volkspartei.

  2. [zeitcollector]
    geschrieben am 28. Juli 2008 um 19:43 Uhr | Permalink

    Das es Hessen noch gibt, war klar ;-)
    Wg. Frau Ypsilanti: Im Grunde stimme ich Dir zu. Was mich ärgert, ist der Vorteil, den Koch daraus zieht. Das hätte anders laufen können, auch seitens Ypsilanti. Nicht vorbereitet war sie hinsichtlich der Abstimmung/Zustimmung im Landtag. Und wenn ich jetzt die Thesen zur Energiepolitik lese, habe ich auch kein gutes Gefühl.

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