Sarrazin läuft Amok?

So einfach ist das aus Sicht von Herrn Sarrazin (Berliner Finanzsenator/SPD):

Die Arbeit beginne am Arbeitsplatz und der Weg dorthin sei Privatsache. Zudem habe ein Pendler, der außerhalb von München im Grünen wohne, nicht annähernd so hohe Kosten durch das Pendeln wie er Mietkosten in München hätte, meinte Sarrazin. - Auch Sozialtarife bei den Energiekosten lehnte er ab. Man könne auch bei 16 Grad Zimmertemperatur und einem dicken Pullover vernünftig leben, sagte Sarrazin.

Warum wartet Herr Sarrazin nicht das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ab? Profilierungssucht? Oder will er den Mitgliederrückgang weiter beschleunigen?
Das das Pendlerdasein auch anders aussehen kann, als er sich dies vorstellt, zeigen die hier vorgestellten Beispiele. Pauschalieren ist selten sinnvoll, Herr Sarrazin.

Die “16 Grad Zimmertemperatur” und den “dicken Pullover” muss man nicht kommentieren,oder?

7 Kommentare

  1. geschrieben am 29. Juli 2008 um 16:19 Uhr | Permalink

    Hi in deinem Blog werden bei mir sämtliche Umlaute als komische Zeichen dargestellt. Anstatt einem o mit Pünktchen steht nur so was da wie “ö”…
    Liegt das vielleicht an meinem Rechner? Ich benutze FireFox 2 auf Ubuntu Linux

  2. [zeitcollector]
    geschrieben am 29. Juli 2008 um 17:06 Uhr | Permalink

    Ich nehme an, dass Du in Firefox die Kodierung auf utf-8 einstellen musst.

  3. geschrieben am 29. Juli 2008 um 23:19 Uhr | Permalink

    Nun, ich glaube kaum, dass es im Zimmer von Herrn Sarrazin 16 Grad haben wird. Da redet man sich natürlich relativ leicht. Da ich seit längerem nicht mehr in Deutschland wohne, sei die Frage erlaubt, wer dieser Mann überhaupt ist?
    Es könnte wohl durchaus sein, dass es sich um einen politischen Hinterbänkler handelt, der gerne auch einmal in den Medien sein will. Er scheint es mit seiner Aussage zumindest geschafft zu haben…

  4. [zeitcollector]
    geschrieben am 30. Juli 2008 um 06:59 Uhr | Permalink

    Sarrazin ist Finanzsenator vom Land Berlin - siehe oben. ;-)
    Das ist so etwas wie ein Finanzminister.

  5. geschrieben am 2. August 2008 um 11:22 Uhr | Permalink

    Ich finde die Äusserungen von Herr Sarazin, auch wenn sie manchmal etwas drastisch ausfallen, nicht schlecht. Pendlerpauschale, sehe ich auch so, derjenige der günstiger auf dem Lande Wohnraum hat bekommt die Subvention, der der umweltfreundlich und teurer in der Stadt wohnt bekommt sie nicht (ausgehend davon dass in der Stadt der Arbeitsplatz ist).

    Wir sollten uns endlich davon lösen für jedes Problem nach Hilfe vom Staat zu schreien sondern versuchen die Probleme selber zu lösen. Man sollte nie vergessen, das Geld was der Staat verteilt müssen vorher diesem geben. In der Natur das Sache liegt dann die Verteilung usw. nochmal Geld kostet. Das bedeutet, wir müssen immer mehr einzahlen als das was grundsätzlich zurück kommen wird.

  6. [zeitcollector]
    geschrieben am 3. August 2008 um 10:15 Uhr | Permalink

    @holger
    Ganz so einfach ist das mit den Pendlern wohl nicht. Wohnraum vor der Stadt ist nicht unbedingt billiger, als in der Stadt. Pendeln resultiert nicht in allen Fällen aus einer bewussten Verlegung des Wohnorts vor die Stadt.
    Wenn der Arbeitsplatz verlegt wird, zieht man nicht immer hinterher, sondern pendelt halt. Ein Umzug kommt auch nicht in allen Fällen in Frage, so dass man täglich pendelt.
    Natürlich ist es keine Lösung, immer nach dem Staat zu rufen, aber man sollte nicht so tun, als ob die Menschen nur Subventionsjäger sind.

  7. geschrieben am 12. August 2008 um 09:59 Uhr | Permalink

    Ich will auch nicht sagen dass die Menschen immer Subventionsjäger sind, denn dann würden Sie ja ggf. auf Land ziehen um die Subvention zu bekommen, ich meinte es nur andersherum, dass man wenn man z.B. eine Entscheidung für einen Arbeitsplatz oder Wohnort getroffen hat, sich andere (wir sind ja letztendlich alle der Staat) diese Entscheidung finanziell unterstützen müssen,

Einen Kommentar schreiben

Ihre Daten werden niemals an Andere weiter gegeben.
Die Email-Adresse wird nicht angezeigt. Notwendige Felder sind so markiert: *

*
*