Verbieten will gelernt sein, wie das Beispiel der Rauchverbotsgesetzgebung und das dazu ergangene Urteil des Bundesverfassungsgerichts zeigt. Gut wenn es noch eine Instanz gibt, die diese Qualitätssicherung betreibt.
Der so enttäuschten Gesetzgeber könnte sich nun einem anderen Gebiet zuwenden, so wie ein schmollendes Kind, das sich einem neuen Spielzeug zuwendet. Ein Gebiet wäre die Bekämpfung der Fettleibigkeit. Ansätze dazu, hier etwas zu unternehmen, gibt es ja bereits. Man könnte aber auch hingehen und Chips, Hamburger und Currywürste verbieten. Mal sehen, was das Bundesverfassungsgericht dazu sagen würde.
Der Stadtrat von Los Angeles geht diesen Weg zur Bekämpfung der Fettleibigkeit ansatzweise. Er hat ein Verbot neuer Imbisslokale für einen Stadtteil beschlossen.
Der vorläufige Stopp für die Eröffnung von Schnellimbissbuden gilt zunächst für ein Jahr. In dieser Zeit will sich die Stadt darum bemühen, Restaurants und Geschäfte, die gesündere Kost anbieten, in der betroffenen Region anzusiedeln. Das Fast-Food-Verbot in South Los Angeles soll langfristig zu einer besseren Ernährung der Anwohner führen, wie die «Los Angeles Times» am Mittwoch berichtete.
Könnte möglich sein, das dies funktioniert, solange die Menschen nicht anderweitig ihr beliebtes Fast Food bekommen.
Wissenschaftler unterstützen das Vorgehen. Studien hätten gezeigt, dass die Menschen ihr Essverhalten ändern, wenn man ihnen anderes Essen anbiete, erklärt Kelly Brownell von der Universität Yale.
Wenn dieses Essen preislich nicht zu weit weg von dem ist, was die Menschen bisher für’s Fast Food bezahlt haben, dann mag das sein.













