Ulla Schmidt, Gesundheitsministerin der derzeitigen Regierung, äußert sich in einem Interview zu den Gesundheitskosten - etwas, wovon sie anscheinend nicht allzuviel versteht.
Die Mehrheit der Versicherten wird im Wahljahr höhere Beiträge bezahlen. Derzeit verlangt die billigste Kasse 11,8 Prozent, der künftige Einheitssatz wird bis zu 15,8 Prozent betragen.
Zurzeit bezahlt ein Mitglied der teuersten Kasse für dieselben Leistungen fast ein Drittel mehr als das Mitglied der billigsten Kasse. Das ist zutiefst unfair. Der Fonds hat mit höheren Beiträgen nichts zu tun. Gesundheit wird teurer, weil Menschen älter werden - und weil es zum Glück neue Therapien und Arzneien gibt, die eben auch Geld kosten.
Wenn der Fonds dazu führt, das der Einheitssatz dann bei 15,8 Prozent liegt, dann ist es für die, die vorher 11,8 Prozent gezahlt haben durch den Fonds teuerer geworden, oder?
Ihre Kollegin Ursula von der Leyen sagt, dann sollen die Menschen halt in die billigsten Kassen wechseln.
Auch die Versicherten sollen sich preisbewusst verhalten. Das hat aber mit Kassenboykott nichts zu tun. Ich rate dazu, sich künftig die Angebote der Kassen genau anzuschauen. Hat eine Kasse etwas Besonderes gegen koronare Herzbeschwerden im Programm, etwas gegen Diabetes oder etwas für Familien mit kleinen Kindern? Danach wird bei einem allgemeinen Beitragssatz entschieden - und natürlich danach, ob eine Kasse gut mit den Beiträgen wirtschaftet.
Das erinnert mich an Heinrich Lübke. Nur das ich über Ulla Schmidts Äußerungen nicht lachen kann.
Hier das komplette Interview.













