Big is beautiful?

Deutschland jubelt - wir haben eine neue Großbank! Die Commerzbank hat die Dresdner Bank von der Allianz gekauft.
Damals hat die Allianz 24 Milliarden EUR für die Dresdner ausgegeben und bis heute weitere Milliarden nachgeschoben. Die Commerzbank schiebt jetzt 9,8 Milliarden EUR über den Tisch. War die Dresdner ein gutes Geschäft für die Allianz - über die steuerliche Geltendmachung der Verluste?
Jetzt muss die Commerzbank nur noch die Postbank kaufen, dann haben wir endlich eine neue Riesenbank. Größe ist schön, da läuft vieles von selbst.
Und nach einer Fusion ist man dann erst einmal damit beschäftigt, die ‘Synergieeffekte’ zu suchen und umzusetzen. Eine schöne Zeit für die Unternehmensführung. Neue Geschäfts- und Produkt-Ideen muss man während der Zeit nicht haben. Man ist mit sich selbst beschäftigt.

6 Kommentare

  1. geschrieben am 2. September 2008 um 22:08 Uhr | Permalink

    So kann man es auch sehen. Was die Spekulationen um die Postbank angeht, bin ich ehrlich gesagt gespannt wie ein Flitzebogen.

  2. geschrieben am 2. September 2008 um 22:27 Uhr | Permalink

    Wenn man die Bankenlandschaft so beobachtet, ist der Deal für die Commerzbank ein kalkulierbares Risiko. Die Postbank zu verkaufen wird da schon etwas schwieriger. Die hat viele arme Privatkunden und das ist für eine Bank nicht so lukrativ.

  3. [zeitcollector]
    geschrieben am 3. September 2008 um 11:43 Uhr | Permalink

    @oller Osel
    Die Postbank ist wohl gerade wegen der Privatkunden bei den Konkurrenten so begehrt. Die Großbanken haben ja die Privatkunden auch entdeckt.
    Mal sehen, wie das weiter geht.

  4. geschrieben am 4. September 2008 um 21:07 Uhr | Permalink

    Sicher sind auch die kleinen Privatkunden für die großen Banken interessant. Man darf nicht vergessen, dass eine Bank an Kontobewegungen nicht nur durch die Überweisungsgebühren verdient, die sie ihren Kunden verrechnet. Bei einer Überweisung dauert es ein bis zwei Tage bis das Geld am anderen Konto angekommen ist. Während dieser Zeit ist das Geld nicht einfach verschwunden sondern die Banken arbeiten im Hintergrund damit. Auch wenn jeder einzelne Betrag sehr klein ist, so kann man mit der Summe all der Bewegungen wiederrum einiges am Kapitalmarkt bewegen und so Geld verdienen.

  5. geschrieben am 10. September 2008 um 15:49 Uhr | Permalink

    Es ist zwar davon auszugehen, dass bestehende Kunden von den Synergie-Effekten früher oder später profitieren werden (sofern die neue Großbank ihre Kosteneinsparungen in Form von günstigeren Konditionen an ihre Kunden weitergibt). Aber für viele Kunden wird z.B. die Tatsache, dass sie einen neuen Kundenberater bekommen oder dass weniger Geldautomaten zur Verfügung stehen, ein Grund sein, die Bank zu wechseln.

  6. [zeitcollector]
    geschrieben am 17. September 2008 um 23:24 Uhr | Permalink

    @Birni
    So ist es!!

    @Chris
    Das zu beobachten, ist eine interessante Sache. Was die Wechselbereitschaft der Kunden angeht - da bin ich eher skeptisch. Glaubst Du wirklich, das die von Dir aufgeführten Gründe zu einem vermehrten Bankwechsel der Kunden sprechen?

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