
An der NYSE werden täglich Milliarden von Dollar bewegt. Sie ist das Herz des Kapitalismus und wenn sie hustet, dann bekommt die Finanzwelt oft eine kräftige Erkältung. Das ist nichts Neues. Wir haben uns daran gewöhnt. Auch auf diesem Sektor lautet es ‘USA rules’.
Auch im Haushalt der Vereinigten Staaten von Amerika werden Milliarden bewegt und bewilligt. Der gesamte Haushalt für 2008 beträgt 555 Milliarden Dollar. Davon sind 70 Milliarden Dollar für die Kriege in Afghanistan und im Irak bewilligt. Wer die letzten Jahre Revue passieren lässt, erinnert sich, dass eine Nachbewilligung von zusätzlichen Milliarden für diese Kriege die Regel ist. Insoweit sind die 70 Milliarden vorläufig.

Der Haushalt der UNO mit 4,15 Milliarden für 2008 und 2009 sieht dagegen wie die Portokasse der USA aus. Er wurde jetzt verabschiedet - trotz der Gegenstimme der USA. Grund für die Gegenstimme sind 6,7 Millionen Dollar des Haushalts für eine Weltkonferenz gegen Rassismus. Die USA haben auch stets UN-Beitragsschulden zwischen einer und zwei Milliarden Dollar, was ihnen als Druckmittel dient.
Für den Internationalen Strafgerichtshof und den Weltbevölkerungsfonds zahlen die USA auch nichts.
Für Kriege werden Milliarden bewilligt. Die fliessen der heimischen Rüstungsindustrie zu. Für die UNO sind selbst Millionen zuviel.