Ole von Beust lobt die Grünen

GvR_Parteien | wong it! 15.07.2008

Wieder ein Interview und wieder aufschlussreiche Antworten. Man sollte Interviews mit Politikern ganz lesen, auch wenn es manchmal weh tut.
Ole von Beust in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung:

Hat sich Ihr Blick auf die Grünen verändert?

Ich habe die Grünen lange für wirtschaftsfeindlich und realitätsfern gehalten. Da gab es eine gewisse Überheblichkeit meinerseits, das will ich nicht leugnen. Das ist aber schon seit einiger Zeit vorbei. Und: Die Koalitionsverhandlungen mit den Grünen waren die inhaltlich ernsthaftesten Gespräche über Politik, die ich seit langem geführt habe.

Ist das jetzt ein Lob für die Grünen oder eine eine Ohrfeige für seine Partei?

‘Jenseits des Zufalls’ von Simon Conway Morris

Allgemein | wong it! 10.06.2008

Morris - Jenseits des Zufalls

Schon vor Jahren in der Diskussion, ist Simon Conway Morris Buch “Life’s Solution. Inevitable Humans in a Lonely Universe” jetzt in Deutsch erschienen.

‘Jenseits des Zufalls’ lautet der programmatische Titel.
Morris ist der Meinung, daß die Entstehung von Leben unvermeidlich zu intelligenten Lebewesen führt: “Wir sind eingeschrieben in die Gesetze des Universums”.

Die Entwicklung musste also zu uns führen, sofern man uns für intelligente Lebewesen hält. Ich habe es noch nicht gelesen. Ist es wichtig? Ich bin ja hier und kommt es dann noch daruf an, ob dies ein Zufall ist?
Ich werde es zumindest mal querlesen. Die Diskussion war ja heftig und flammt jetzt vielleicht wieder auf. Für Künftiges ist es vielleicht hilfreich. Wenn es keinen Zufall gibt…….!
Die immer wieder auflebende Diskussion.

Weitere Informationen
Musste es auf uns hinauslaufen?
Jenseits des Zufalls

Wider die Zersplitterung der Gesellschaft

GvR_Familie, Oek_Nachbarschaft | wong it! 11.04.2008

Ich gehöre zu denen, die der Rente nahe sind. Seit meinem 17 Lebensjahr, als ich meine Berufsausbildung startete, arbeite ich ununterbrochen und zahle Steuern und Sozialabgaben. Auch mit meinen jungen KollegenInnen hatte und habe ich immer ohne altersunterschiedsbedingte Probleme gut zusammen gearbeitet.
Das schreibe ich nicht, um mich zu loben, nein, mir geht es um und gegen die Tendenz, unsere Gesellschaft immer mehr zu zersplittern. Und dies ganz besonders jetzt, da der Altbundespräsident Herzog nichts Besseres zu tun hat, als vor einer Ausplünderung durch die Alten zu warnen!

“Ich fürchte, wir sehen gerade die Vorboten einer Rentnerdemokratie: Die Älteren werden immer mehr, und alle Parteien nehmen überproportional Rücksicht auf sie. Das könnte am Ende in die Richtung gehen, dass die Älteren die Jüngeren ausplündern.”

Aufhänger ist die jüngste Rentenanpassung in Höhe von 1,1 Prozent.
Herr Herzog hätte diese sicher nicht benötigt. Seine Pension ist sicher mehr als auskömmlich.

Experten sehen aber (erstaunlicherweise?) die Lösung nicht in einem gedeihlichen Miteinander, sondern die Lösungsvorschläge gehen in Richtung Teilung:

Straubhaar warnte, damit werde der Generationenvertrag zum Generationenkonflikt und sprach sich für die Einführung des Familienwahlrechts aus. Künftig müssten Eltern auch ein Stimmrecht für ihre Kinder erhalten. «Wenn Eltern für jedes Kind eine Wahlstimme erhalten, fänden die Interessen der Jüngeren mehr Gehör», sagte der HWWI-Chef.

Es darf hier meines Erachtens nicht um ‘Waffengleichheit’ gehen - ausser man propagiert den Kampf zwischen den Generationen - sondern um die Suche nach Lösungen. Die Politik und die gesellschaftlichen Gruppierungen sind aufgerufen, nach Lösungen zu suchen und die findet man nicht, indem eine Ausplünderung der Jüngeren durch die Älteren konstatiert wird.

Viele Rentner unterstützen Jüngere finanziell. Viele Jüngere müssten für ihre Eltern, die in Rente sind, finanziell einspringen, wenn diese mit ihrer Rente den Lebensunterhalt oder die Pflege nicht bezahlen könnten. Das sehen die Sozialgesetze so vor.

Äusserungen, wie jetzt von Herrn Herzog, führen zu einer Polarisierung. Das Einzige, was ich ihm zugute halten könnte, wäre die Absicht, damit eine Lösungsdebatte in Richtung ‘harmonisches Zusammenleben’ zu erreichen. Ich wäre dabei.

Quellen und weitere Informationen:
Altbundespräsident sieht Vorboten einer “Rentnerdemokratie” - “Plündern” die Älteren die Jüngeren aus?
Straubhaar und Falter sagen dramatische Machtverschiebung voraus - Experten rechnen mit wachsendem Einfluss der Rentner

Quo vadis, SPD?

GvR_Parteien | wong it! 10.03.2008

Für eine Antwort auf diese Frage wäre die SPD wohl zur Zeit selbst am dankbarsten. Dort ist anscheinend niemand, der sich eine Antwort zutraut. Parteichef Beck ist zwar wieder gesund, aber ich bezweifle, ob er die SPD aus dem selbstverschuldeten Chaos wieder auf einen gemeinsamen Weg zusammen führt.

Da schafft die SPD in Hessen bei der Landtagswahl 2008 36,7 Prozent und verpasst Roland Koch eine historische Niederlage. Anschliessend ist wochenlang Ruhe, die dann kurz vor der Wahl in Hamburg ohne Not in Hektik mündet. Parteichef Beck und die hessiche SPD-Chefin Ypsilanti gehen auf die vorher verschmähte ‘Die Linke’ zu und entfachen ein Schadfeuer, welches erst in Hamburg dem SPD-Kandidaten Naumann schadet und schliesslich in einem Debakel in Hessen endet. Frau Ypsilanti hatte es versäumt, ihren Entschluss, sich von der ‘Die Linke’ tolerieren zu lassen, mit allen SPD-Landtagsabgeordneten abzusprechen. Dagmar Metzger folgt ihrem Gewissen, will Frau Ypsilanti nicht unterstützen und bekommt prompt von ihrem Parteigenossen Scheer den Parteiaustritt angetragen. Soviel zu ‘Nur dem Gewissen verpflichtet’.
Frau Ypsilanti will sich nun nicht am 05.04.2008 zur Wahl im Landtag stellen, da sie das Schicksal von Heide Simonis vor Augen hat. 6 Wochen nach der Landtagswahl ist alles unklar. Die SPD hat es geschafft, ihren Wählern innerhalb kürzester Zeit vor Augen zu führen, das 36,7 Prozent wohl zuviel waren. Ein trauriges Ergebnis!

Ich bin gespannt, ob und welche Lehren aus diesem Debakel auf Seiten der SPD gezogen werden. Aber auch für die anderen Parteien war dies ein lehrreicher Prozess. Derartige Ergebniskonstellationen werden künftig häufiger möglich sein und die Parteien sollten dies in ihre Überlegungen vor den Wahlen einbeziehen.

Was bedeutet ‘kollektive Integration’ - Ralph Giordano vs Wolfgang Schäuble

GvR_Ethnien | wong it! 03.03.2008

Gestern habe ich jemanden zum Bahnhof gebracht und mir bei der Gelegenheit die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gekauft. Auf Seite 7 dieser Ausgabe Nr.9 vom 2. März 2008 fand ich den Artikel „Mir macht Angst, dass Sie so viel Verständnis haben“ - Wolfgang Schäuble und Ralph Giordano diskutieren über die Integration von islam-gläubigen Zuwanderern, über Moscheenbau in Deutschland und den Umgang mit dem Islam in Deutschland. Dieser Artikel ist unbedingt lesenswert und ich werde ihn mir archivieren.

Mit jeder Zeile die ich las, war ich mehr erschrocken - nicht etwa über Wolfgang Schäuble, sondern über Ralph Giordano. Ralph Giordano, den ich bisher schätzte und dessen Buch Sizilien, Sizilien! Eine Heimkehr ich mit besonderem Vergnügen gelesen habe (es handelt von seiner Reise durch Sizilien auf den Spuren seines sizilianischen Großvaters; auch als Reisebericht lesenswert), zieht in einer Art und Weise vom Leder, die mich teilweise schockierte. Wer den Artikel liest, wird sehen, was ich meine. In diese Richtung geht auch der offene Brief, den Giordano an den Kölner Oberbürgermeister Schramma geschrieben hat.

Ein Zitat aus dem Artikel, aus dem ich einen Satz besonders aufgreifen möchte:

Die Integration ist gescheitert, nicht allein durch deutsche Versäumnisse, sondern durch zementierte Parallelgesellschaften, in denen täglich massenhaft Dinge geschehen, die mit dem Grundgesetz nicht in Übereinstimmung zu bringen sind. Und das ganz im Gegensatz zu den Schalmeientönen unserer Multikulti-Illusionisten, xenophilen Einäugigen und Sozialromantiker. Zweifellos gibt es individuell gelungene Integration, aber ist die muslimische Minderheit kollektiv integrierbar?

Über diesen Passus liesse sich Einiges schreiben; mich interessiert aber der letzte Satz besonders.
Das es individuell gelungene Integration gibt, will selbst Herr Giordano nicht bestreiten und wer dazu eindrucksvolle Einzelschilderungen lesen will, kann dies bei der Frankfurter Rundschau-online tun, die am Samstag, dem 1. März 2008 einen Großteil ihrer Ausgabe (auch diese habe ich mir archiviert) der Thematik ‘Türken in Deutschland’ gewidmet hat. Auf der Seite des Artikels ‘Neue Heimat’ sind zahlreiche Links auf weitere Artikel, insbesondere Eigendarstellungen von hier lebenden Türken, vermerkt.
Individuelle Integration, die gelingt, ist doch der beste Weg einer Integration. Führt die Fokussierung auf eine kollektive Integration (von der ich mir kein rechtes Bild machen kann) nicht zu einem Rückschritt, denn die ethnische Gemeinschaft wirkt dann nach innen eng und hermetisch und nach außen desintegrativ?

Wenn Ralph Giordano den politischen Islam nicht tolerieren will, dann sollte er sich ausschließlich auf die Polemik gegen diesen beschränken und nicht zu Rundumschlägen gegen alle islamischen Zuwanderer ausholen. Diese pauschale Polemik hat noch nie geholfen und wir haben uns bisher immer dagegen verwehrt, pauschal von ‘den Deutschen’, ‘den Franzosen’, ‘den Christen’ etc. zu reden. Wenn es um den politischen Islam und seinen Auswüchsen geht, dann sollte dies klar erkennbar sein.

Wolfgang Schäuble argumentiert in dem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wohltuend objektiv und unaufgeregt und wird dem Thema meines Erachtens weit mehr gerecht als Ralph Giordano.

Update 05.03.2008:
US-Forschungsinstitut Gallup - Studie “Wer spricht für den Islam - Was eine Milliarde Moslems wirklich denken” kommt zu dem Ergebnis:
Westliche Werte hoch im Kurs - Wovon Moslems träumen

Mixtura N° 7

Mixtura | wong it! 02.03.2008

Diesmal 3 Fundstellen aus der schweizerischen WOZ Die Wochenzeitung

Schweiz und Klimaschutz - 400 Liter pro Mensch
Eine Studie der ETH hat gezeigt: 75 Prozent der SchweizerInnen sind der Meinung, «das Auto belaste die Umwelt stark». Wenn sie aber ein neues Auto kaufen, interessiert sie der Verbrauch nicht - wichtig sind Grösse, Marke, Design. Vernünftig denkende Menschen können unvernünftig handeln. Und wohlhabende Menschen sind preisresistent. Als Ende der neunziger Jahre das CO2-Gesetz beraten wurde, bestand Hoffnung, es würde weniger gefahren, wenn das Benzin 50 Rappen mehr kostet. Damals zahlte man für den Liter etwa 1 Franken. Heute kostet der Liter 1,74 Franken - die Leute fahren mehr, die Autos werden grösser, schwerer, durstiger. Zwar wird über den hohen Benzinpreis geklagt, aber das Benzin ist billiger als vor dem ersten Ölpreisschock von 1973: Müsste man heute teuerungsbereinigt denselben Preis bezahlen wie damals, kostete der Liter 2,18 Franken.
(Zitat und kompletter Artikel siehe: WOZ)
Dieser Text gilt analog wohl auch für Deutschland!

Tellerwäscher ohne Obdach
Die Immobilienkrise machte Millionen Familien obdachlos. Jetzt wird mit Notdarlehen das grosse Geschäft gemacht. Die Zinsen sind enorm. Die Verschuldungsspirale dreht sich immer schneller.
Das geborgte Leben ist in den USA die normalste Sache der Welt. Amerikaner­Innen erstehen alles auf Kredit: das Haus, das Auto, das Studium, die Hochzeit und die Scheidung, Essen und Kleidung, ja sogar die Arztrechnung und die Bestattungskosten werden so bezahlt. Das Realeinkommen ist bloss ein Budgetfaktor unter anderen. Daneben belehnen die meisten mit unverwüstlichem Optimismus das Potenzial der Zukunft.
(Zitat und kompletter Artikel siehe: WOZ

Ein Blick zurück auf Heiligendamm
Der G8-Gipfel von letztem Sommer im ostdeutschen Heiligendamm war ein Gipfel der Superlative. Dem grössten Polizeiaufgebot in der Geschichte der BRD standen Zehntausende DemonstrantInnen gegenüber, die sich auch vom hochgerüsteten Sicherheitsapparat nicht daran hindern liessen, ihren Protest kundzutun.
Jetzt sind zwei Bücher erschienen, die Protest und Polizeieinsatz dokumentieren und analysieren:
Gewaltbereite Politik und der G8-Gipfel
und
Feindbild ­Demonstrant
Dieses Buch vom Republikanischer Anwältinnen- u. Anwälteverein und Legal Team ist von weitergehender Bedeutung: So ziemlich jeder grundrechtsrelevante Gerichtsentscheid der letzten Jahre lässt sich hier nachlesen.
(Zitat und kompletter Artikel siehe: WOZ

Sentenz zum Tag
Manche Menschen würden eher sterben als nachdenken. Und sie tun es auch.
(Bertrand Russel)

Züricher Bürger gegen Anschubfinanzierung für «Club of Rome»

GvR_Bürgerengagement, Oek_Politik | wong it! 24.02.2008

Der Club of Rome hatte im vergangenen Jahr den Umzug seines Hauptsitzes von Hamburg nach Zürich beschlossen. In den ersten fünf Jahren sollte die internationale Organisation von der Stadt Zürich als ‘Anschubfinanzierung’ jährlich 364.000 Franken erhalten.

Argument für diese Subvention: die global agierende Organisation sei wichtig für die Standortförderung. Die Züricher sahen das nicht so und sagten heute ‘Nein’ zu dieser sog. Anschubfinanzierung!

Direkte Demokratie hat doch etwas für sich.

Ich war in Zürich, aber ich war es nicht!

Allgemein | wong it! 13.02.2008

Die letzten Tage war ich dienstlich in Zürich, habe von der Stadt nur den Flughafen und ein mehr oder weniger hässliches Gewerbegebiet (ich glaube Glattbrugg ?) und ein Hotel ‘kennen’ gelernt.
Ansonsten Tagung (oder Workshop, nennt man das wohl), Essen, wieder Tagung, Abends noch ein Glas Wein und dann erschöpft ins Bett - halt das übliche Programm. Schnee gab es auch nicht; auch dort blauer Himmel und warme Temperaturen.

Als ich zurück kam, hatten die Kollegen natürlich nichts besseres zu tun, als mich des Kunstraubs zu verdächtigen!
Aber hiermit netz- und weltweit: Ich war es nicht!!
Die 180 Mio. CHF könnte ich zwar gut gebrauchen, aber ich war es trotzdem nicht. Da habe ich auch viel zu viel Respekt vor Kunstwerken.
Also, dann weiter arbeiten und zu Tagungen durch die Gegend reisen, abends übermüdet nach Haus kommen und am nächsten Tag die liegen gebliebene Arbeit erledigen.
Aber es ist ‘Land in Sicht’, das muss ich nicht mehr allzu lange tun! :-)

Die Alb-Linse kehrt heim - ein interessanter Lebenslauf

Oek_Ernährung, Oek_Konsum | wong it! 04.02.2008

Die Alb-Linse

Nach der Rückkehr aus einem Kurzurlaub in der Pfalz fand ich das Februar-Heft des Slow Food Magazin im Briefkasten. Immer wieder sehr informativ, ist diesmal ein in mehrfacher Hinsicht interessanter Artikel über die Alb-Linse enthalten.

Wer im Schwäbischen schon mal unterwegs war, kennt das Gericht Linsen mit Spätzle; klingt vielleicht etwas exotisch, ist aber sehr lecker! Alb-Linsen wurden auf der Schwäbischen Alb bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts angebaut. Niedrige Erträge und der große Arbeitsaufwand bei Ernte und Reinigung waren Ursachen für das völlige Verschwinden dieser uralten Nahrungspflanze in ganz Deutschland; die Linse ist halt nicht geeignet für den industriellen Anbau.
Da auch kein Saatgut der uralten Sorten mehr aufzutreiben war, began der Biolandhof Mammel und die Öko-Erzeugergemeinschaft „Alb-Leisa“ im Jahre 1985 auf der Basis einer französischen Du Puy Linse, wieder Linsen auf der Schwäbischen Alb anzubauen. Soweit, so gut. Hier könnte die Geschichte enden.

Ende 2006 wurde dann aber im St. Petersburger Wawilow-Institut Saatgut der verschollenen Alb-Linsen gefunden. Klaus Lang, Sammler seltener Nutzpflanzen, entdeckte das Saatgut in der drittgrössten Genbank der Welt. Wie viele andere wissenschaftliche Institutionen kämpft auch das Wawilow-Institut mit allerlei Schwierigkeiten nach dem Zusammenbruch des Sowjet-Systems.
Inzwischen hat die Öko-Erzeugergemeinschaft „Alb-Leisa“ Samen der alten Sorten vom Wawilow-Institut erhalten. In drei bis vier Jahren soll eine nennenswerte Erntemenge zur Verfügung stehen. In einem alterwürdigen Institut in der Sowjetunion überlebte das Saatgut und fand jetzt wieder zurück in das alte Anbaugebiet. Ausgestorben geglaubt, kann die Alb-Linse wieder ‘zum Leben erweckt’ werden. Die Vielfalt des Speisezettels hat über politische Grenzen hinweg eine weitere Aufbesserung erfahren!

Interessant ist darüber hinaus aber auch die Geschichte des Instituts bzw. seines Gründers. Auf 56 Reisen durch die Welt hat der Biologe und Genetiker Nikolai Iwanowitsch Wawilow Anfang des vergangenen Jahrhunderts den Grundbestand des Instituts zusammengetragen. 1940 fiel er unter Stalin in Ungnade, wurde inhaftiert und starb drei Jahre später im Gefängnis. Der Wahnsinn eines Diktators macht auch nicht vor einem Biologen halt.

Im vergangenen Jahrhundert vermeintlich ausgestorben, hat die Alb-Linse wieder in ihre Heimat zurückgefunden und ihren Weg habe ich mit Interesse nachgelesen. Geschichte ist eng verknüpft mit dieser unscheinbaren Frucht. Sie wurde jetzt in die Arche des Geschmacks aufgenommen, um sie dauerhaft zu erhalten. Dafür braucht es keine Genmanipulaton!

Mixtura N° 4

Mixtura | wong it! 30.01.2008

Die Raucher müssen raus - die Trinker rein: Kein Alkohol auf offener Straße
Die Raucher müssen die Kneipen zum Rauchen verlassen. Dazu dürfen sie aber nicht mehr die Getränke mitnehmen, denn jetzt wird Alkohol auf offener Strasse verboten.
Wie wird das im Sommer sein - machen die Strassencafes und -restaurants dann garnicht mehr auf?

Uri Geller bekehrt Millionen Raucher!
Die Süddeutsche Zeitung:

Es klappte - weil sich vor Langeweile eingeschlafene Menschen keine Zigarette anzünden können.

Das leuchtet ein!

Alle wollen nackt nach Usedom fliegen
Wenn das Schule macht, fliege ich nicht mehr:

Ein Reisekaufmann aus Erfurt bietet demnächst Flüge nach Usedom an und kann sich vor dem Kundenansturm kaum retten. Das Geschäftsgeheimnis: In dem Flieger sitzen nur Nackte.

Liebe Bahn AG - bitte nicht nachmachen!

Sentenz zum Tag
Viele verlieren den Verstand nicht, weil sie keinen haben.
(Arthur Schopenhauer)