Ole von Beust lobt die Grünen

GvR_Parteien | wong it! 15.07.2008

Wieder ein Interview und wieder aufschlussreiche Antworten. Man sollte Interviews mit Politikern ganz lesen, auch wenn es manchmal weh tut.
Ole von Beust in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung:

Hat sich Ihr Blick auf die Grünen verändert?

Ich habe die Grünen lange für wirtschaftsfeindlich und realitätsfern gehalten. Da gab es eine gewisse Überheblichkeit meinerseits, das will ich nicht leugnen. Das ist aber schon seit einiger Zeit vorbei. Und: Die Koalitionsverhandlungen mit den Grünen waren die inhaltlich ernsthaftesten Gespräche über Politik, die ich seit langem geführt habe.

Ist das jetzt ein Lob für die Grünen oder eine eine Ohrfeige für seine Partei?

Roland Koch wird nie ein Demokrat

GvR_Demokratie, GvR_Parteien | wong it! 07.06.2008

Er mag den Schafspelz so oft tragen wie wer will - er ist und bleibt ein Wolf! So sehe ich Roland Koch. Und dies hat er aus meiner Sicht jetzt wieder drastisch bestätigt.

Da fehlt ein Satz in einem Gesetzestext, den er als geschäftsführender Ministerpräsident unterschreiben muß, damit das Gesetzt wirksam wird. Das der Satz fehlt, ist ein Fehler. Wie das zustande gekommen ist, bleibt zu prüfen. Roland Koch wusste aber, dass der Satz fehlt, wusste es während der Beratungen dieses Gesetzes. Gesagt hat er während der Beratungen nichts, hat sich dies aufgehoben, um die SPD und die Grünen jetzt ins Lächerliche zu ziehen und das Gesetzt hinauszuzögern. Kindisch und undemokratisch!

Dieses Verhalten relativiert seine Koalitionsangebote. Auch für die Zukunft.

Quellen und weitere Informationen
Koch unterschreibt nicht
“Wir ärgern uns”
“Koch – die größte politische Witzfigur”
Hessen: “Unverschämter” Koch bringt Rot-Rot-Grün zurück ins Rennen

Die SPD wird nicht mehr benötigt

GvR_Parteien | wong it! 03.06.2008

Am Wochende tagte die SPD in Nürnberg. “Zukunftskonvent” nannte sich das. Es ging um die Zukunft der SPD. Die SPD verliert ihre Wähler. So wie sich die Gesellschaft aufteilt - in die, die immer wohlhabender werden und die, die immer ärmer werden, teilen sich auch die Wähler auf. Da bleibt für die SPD nicht mehr viel. Kurt Beck merkt das und er versucht, die SPD zusammen zu halten.
Der sozialliberale Teil der SPD will mit Clement - ja, wohin eigentlich? Zur FDP, zur CDU oder eine eigene Partei gründen?
Der linke Teil der SPD will zur Die Linke. Danach bleibt nicht mehr viel. Da ist während der letzten Jahre in der SPD viel verschlafen worden.
Vor lauter Abgrenzerei hat man die Wähler ganz vergessen. Jetzt vergessen die Wähler die SPD.

Typisch Roland Koch

GvR_Parteien | wong it! 26.05.2008

So kennen wir ihn! Roland Koch lässt keine Plattitüde aus, wenn es darum geht, Meinung zu machen.
In einem Interview mit dem Deutschlandfunk äusserte er sich wie folgt zur Bundespräsidentenwahl:

Wir müssen feststellen, dass die Sozialdemokraten sich entschieden haben - das ist sozusagen eine Form des letzten Strohhalms der Stabilität in einer für sie sehr schwierigen politischen Umgebung, in der sie immer mehr an Zustimmung verlieren -, die Wahl des Bundespräsidenten ein Jahr im voraus politisch zu instrumentalisieren oder zumindest zu versuchen, sie zu instrumentalisieren, um gleichzeitig eine Wahlkampfatmosphäre zu schaffen, während sie in der großen Koalition arbeiten.

Das klingt so, als ob es etwas vollkommen Neues wäre, die Bundespräsidentenwahl zu instrumentalisieren. Ist das nicht bei jeder Bundespräsidentenwahl so, dass sie instrumentalisiert wird?

Gibt es eigentlich Hessen noch? (2)

GvR_Demokratie | wong it! 17.05.2008

Im Februar hatte ich die Frage schon einmal gestellt. Seit April führt Roland Koch geschäftsführend das Land und es ist still um Hessen geworden - oder ist mir da etwas entgangen?
Eigentlich hätte man sich die Wahlen doch sparen können, oder?

Eppler: Haben die Volksvertreter die Pflicht zur Wahrhaftigkeit?

GvR_Demokratie | wong it! 24.03.2008

Erhard Eppler unternimmt einen Versuch, das Verhalten von Frau Ypsilanti und Frau Metzger in das parteipolitisch richtige Licht zu rücken.

Menschen lügen, wenn sie etwas behaupten, von dem sie bereits wissen, dass es nicht stimmt. Das ist in der Politik eher selten. Lügt ein Politiker, wenn er nach der Wahl nicht einhalten kann, was er vor der Wahl versprochen hat - unter der Voraussetzung, dass die Wahl so ausgeht, wie er es sich wünscht?

Dies ist der Auftakt des Artikels und die Einleitung, um Frau Ypsilanti sozusagen ‘rein zu waschen’. Nach Meinung von Erhard Eppler hat Frau Ypsilanti nicht gelogen,

als sie sich festlegte: nicht mit der Linkspartei. Sie hoffte ja, sie aus dem Landtag herauszuhalten und notfalls ohne sie auszukommen. Vorwerfen kann man ihr, dass sie vorher nicht alle möglichen Konstellationen durchgedacht hat. Aber sie meinte, was sie sagte.
Hat sie ihr Wort gebrochen? Das schon eher.

Frau Ypsilanti bekommt Absolution, weil sie hoffte, die Linkspartei aus dem Landtag herauszuhalten. Das war nach den Prognosen eigentlich fahrlässig und als Politikerin mit Ambitionen hätte sie ihre Versprechungen unter Berücksichtigung der möglichen Wahlausgänge prüfen müssen. Die Unterscheidung ‘Wortbruch’ und ‘Lüge’ ist an dieser Stelle sehr gewagt.

Mit dem Verhalten von Frau Yipsilanti ist Erhard Eppler letztlich nicht einig. Er will es aber auch nicht eindeutig verurteilen.

Wichtiger ist ein anderer Unterschied: Ihr Nein zu den Linken dürfte Einfluss gehabt haben auf manche Wahlentscheidung: “Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich anders gewählt.” Das hat Gewicht. Aber geschieht dies nicht auch, wenn gar keine Regierung zustande kommt? Andrea Ypsilanti hatte ja auch versprochen, Koch abzulösen und eine ganz andere Politik zu machen. Welches Versprechen ist wichtiger?

Gehalten hat sie bisher keines dieser Versprechen und ihren Wählern ist der Unterschied zwischen ‘Wortbruch’ und ‘Lüge’ momentan wohl ziemlich gleichgültig.

Frau Metzger bekommt von dem alten Programmstrategen ihr Fett weg. Parteiräson ist das Zauberwort und ‘Gewissen’ muss zurück stehen.

Und wie ist das mit dem Gewissen? Es leuchtet ein, dass bei Abgeordneten sich das Gewissen regt, wenn sie nach der Wahl etwas tun sollen, was sie vorher ausgeschlossen haben. Es kann auch sein, dass der eine oder die andere nach genauem Abwägen des Für und Wider zu dem Ergebnis kommt: Nein, ich kann wirklich nicht.
Aber glaubhaft wird eine solche Gewissensentscheidung nur, wenn man auch mit den eigenen Freunden gewissenhaft umgeht. Das Mindeste ist, dass man sie rechtzeitig unterrichtet: Ich kann nicht. Und dass man in der Fraktionssitzung, in der beschlossen werden soll, anwesend ist und sein Nein begründet. Hätte Dagmar Metzger so gehandelt, die Fraktion hätte niemals beschlossen, dass Ypsilanti sich zur Wahl stellt. Wer nach einer solchen Sitzung aus dem Urlaub kommt und durch sein Nein einen Beschluss umstößt, verletzt alle Regeln der Solidarität.

So kann man es auch sehen. Für mich sieht das aber sehr nach Sündenbocksuche aus. Ich kenne die Abläufe in der Fraktion nicht, aber hätte man hier Frau Metzger nicht auf andere Weise in die Entscheidung einbeziehen können, wenn sie in Urlaub war? Vorher war ebenfalls lange genug Zeit, um diesen Punkt zu klären.

Dagmar Metzger hat mit ihrem Schwänzen der entscheidenden Sitzung einen Beschluss ermöglicht, der alle abstoßen musste, die gegen eine Zusammenarbeit mit den Linken waren. Dann hat sie durch ihr Nein alle verärgert, die dafür waren. Überdies hat sie Zweifel an der Geschäftsfähigkeit der Fraktion gesät. Kann man einer Partei perfekter schaden? Warum hat das Gewissen sich nicht dagegen gewehrt und gegen die Missachtung politischer Anstandsregeln?
Wer Dagmar Metzger heute als Heldin, als Vorbild feiert, sollte sich nicht um die Frage drücken: Was geschieht in unserer Demokratie, wenn solches Verhalten in allen Parteien Schule macht? Ist unsere Demokratie, zumal in einem Fünfparteiensystem, dann noch funktionsfähig? Werden die demokratischen Parteien nicht zum Gespött der Leute?

Bedarf es dazu Frau Metzger? Ich glaube nicht.

Die Gewissensfreiheit des Abgeordneten bezieht sich nicht auf sein Verhalten gegenüber seiner Partei. Die Verantwortung für das Disaster der hessischen SPD Frau Metzger aufzubürden, ist aus meiner Sicht die falsche Vorgehensweise. Die Parteien bzw. ihre Führungskräfte müssen lernen, mit einem Fünfparteiensystem umzugehen und ihre Äusserungen vor der Wahl darauf abzustimmen!

Die Sicht von aussen - es gibt keinen Linksruck

GvR_Parteien | wong it! 20.02.2008

Das Jahr 2008 ist ja noch Jung, hat uns aber schon mit viel Bemerkenswertem bedacht. War es die Landtagswahl in Hessen oder nun die sog. Steueraffäre. Beides war diversen Meinungsmachern Grund dafür, Deutschland einen sog. Linksruck, eine Linksentwicklung der Gesellschaft zu unterstellen.

by pixelio

Das ist bequem und mit dem ’schwarzen Mann’ Linksruck oder linke Gefahr lässt sich trefflich substanzlose Politik (auch Populismus genannt) machen und drohen. Erinnert sei an die Rote Socken Kampagne der CDU.

Da ist oft der Blick von ausserhalb Deutschlands, die Meinung von jenseits der Grenzen, sehr erhellend. Die WOZ hat sich der Thematik ‘Linksruck in Deutschland’ in einem lesenswerten Artikel gewidmet.

Warum dann dieses ständige Gerede von einem Linksruck? Das hat mit einem Stimmungswandel in der Bevölkerung zu tun, der sich schon länger abzeichnete. Seriöse Institute haben wiederholt Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen der Menschen erforscht und Folgendes herausgefunden: Nach einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung vom Juli 2006 halten 83 Prozent der befragten Personen die soziale Gerechtigkeit für den wichtigsten Wert, den es zu bewahren gilt. 61 Prozent gaben zu Protokoll, dass es ihrer Ansicht nach keine Mitte mehr gebe, sondern nur noch ein Oben und ein Unten.

Und da liegt meines Erachtens der Hase im Pfeffer - in der Gesellschaft ist nicht mehr die Einschätzung ‘Links’ oder ‘Rechts’ im hergebrachten Sinne gebräuchlich, sondern es geht um Oben und Unten, um die die immer mehr haben und die, die immer weniger haben.

Rückt die deutsche Bevölkerung und mit ihr das Land nach links? Leider nein, und das, obwohl die Gewinne hoch sind und die Löhne niedrig, obwohl die Gier der ManagerInnen (….) offenbar kein Ende kennt, die Zahl der Reichen wächst und mit ihr auch die der Armen. Was sich in Wah­len und Umfragen ausdrückt, ist etwas anderes: Die Menschen wünschen sich in diesen Zeiten einen sozialen Schutz und eine Macht, die ihn gewährleistet. Sie wollen an diesem System fair teilhaben, sie wollen es nicht verändern. Die politische Mitte ist so weit nach rechts verrückt, dass bereits das als links erscheint.

Am nächsten Wochende ist Wahl in Hamburg. Mal sehen, wie die Kommentare dann lauten!

Quelle und weitere Informationen
Rückt Deutschland nach links?
17,5 Prozent mehr - Deutschlands Chefs verdienen bestens
Linksruck in Deutschland

Gibt es eigentlich Hessen noch?

GvR_Demokratie | wong it! 19.02.2008

Was hat uns die Wahl in Hessen umgetrieben, was hat uns der ‘Brutalstmögliche’ beschäftigt! Dann war der grosse Wahltag vorüber, mit viel Jubel und ohne Verlierer (wie das nach Wahlen so üblich ist!).
Eine Woche danach reichlich Analysen und Statements und nun scheint es so, als wäre Hessen von der Landkarte verschwunden. Man liest und hört nichts mehr über Regierungsbildung, Koalitionsgespräche etc.. Nur die bisherige Regierung löst sich so langsam auf: Finanz-Staatssekretär Walter Arnold (CDU) nahm sein Landtagsmandat an und schied deshalb aus der Regierung aus; Wissenschaftsminister Udo Corts (ebenfalls CDU) hatte schon vor der Wahl erklärt, er stehe danach nicht mehr als Minister zur Verfügung, und Kultusministerin Karin Wolff (ebenfalls CDU) will ihr Amt noch vor dem 5. April aufgeben (Die erste Sitzung des neuen Landtags soll am 5. April stattfinden).

Vielleicht sollte man es in Hessen mal ohne Regierung probieren - läuft vielleicht besser, als mit? Oder Hessen gliedert sich Thüringen an? Würde ja auch reichlich Kosten sparen.
Ich bin mal gespannt, was da noch so geschieht, im Bembelland!

Update 21.02.2008:
Man muss anscheinend erst einen Beitrag veröffentlichen, damit etwas in Gang kommt ;-) !
In der Frankfurter Rundschau findet man heute eine Doppelseite zu diesem Thema:
Die Signale der SPD
CDU und FDP schäumen über “Wortbruch”
Jetzt geht es also doch um ’sich von der Linken tolerieren lassen’. Das hätte Frau Ypsilanti auch früher haben können. Mit dieser Art Koalition und Koalitionsverhandlungen müssen wir wohl in einem 5-Parteien-Staat in Zukunft häufiger rechnen. Die Parteien werden sich auch darauf einstellen müssen, sonst endet es in ewigen Wahlen.

Auch Beckstein will nicht verstehen

GvR_Bürgerengagement, GvR_Demokratie | wong it! 28.01.2008

Die CSU ist ja willfährig auf den ausländerfeindlichen Zug Roland Kochs aufgesprungen und hat fleissig propagandiert. Das Prügel-Plakat ist noch in frischer Erinnerung. Primitivste Meinungsmache war das Gebot.
Jetzt hat Koch in Hessen die Rechnung für seine Kampagne bekommen und die CSU in Gestalt von Herrn Beckstein ‘zeigt Rückgrat’.

Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) fordert die Union auf, Konsequenzen aus dem Debakel in Hessen und den Verlusten in Niedersachsen zu ziehen: Die Union müsse das Soziale stärker betonen. “Die Union darf der SPD und der Linkspartei das Thema Soziale Gerechtigkeit nicht allein überlassen. Wir müssen das stärker wieder in den Mittelpunkt stellen”, sagte Beckstein der Passauer Neuen Presse. Die soziale Marktwirtschaft sei ein Erfolgsmodell der Union.

So ist es richtig, Herr Beckstein! Wenn man schon keine eigene Meinung hat, soll man dies konsequenterweise immer weiter durchziehen. Niemand hatte die CSU gezwungen, dem ‘brutalstmöglichen Populisten’ zu folgen. Jetzt tut sie so, als wäre nichts gewesen!

Aber es geht noch weiter.

“Dieser Abend zeigt: Deutschland ist nach links gerutscht. Das sind die Geister, die SPD-Chef Kurt Beck rief”, sagte Beckstein.

Also ist es mit der sozialen Gerechtigkeit nicht so weit her. Die haben wir nur Kurt Beck zu vedanken - will Herr Beckstein die nun doch nicht in den Mittelpunkt stellen?

Der humoristische Höhepunkt ist aber die folgende Aussage:

Das schlechte Abschneiden der CDU in Hessen relativierte Beckstein. “Dass es in Hessen, einem Stammland der SPD, deutliche Verluste für die CDU geben wird, war nach den Umfragen zu erwarten.”

Ja was denn nun, Herr Beckstein? Sie haben die 12 Prozent minus erwartet?
Habt Ihr auch Sehnsucht nach Herrn Stoiber? Der hat solche Statements wenigstens sprachlich interessant ‘rüber gebracht.

Die ’schweigende Mehrheit’ hat gesprochen - gegen Koch

GvR_Bürgerengagement, GvR_Demokratie | wong it! 28.01.2008

und dem in meinen Augen ‘brutalstmöglichen Populisten’, der sich zum selbsternannten Sprecher der ’schweigenden Mehrheit’ aufgeschwungen hatte, gezeigt, dass dem nicht so ist. Ein Minus von 12 Prozent spricht eine überdeutliche Sprache und für mich ist dies ganz klar eine Aufforderung an Roland Koch, sich aus der Spitzenpolitik zurück zu ziehen!
Aber wie immer bei Wahlen, wird es offiziell keine Verlierer geben und selbst das schäbigste Ergebnis wird an irgendeiner Ecke als Sieg tituliert.

Wenn es die anderen Parteien jetzt doch zulassen, dass Koch wieder an die Macht kommt, wäre dies ein politischer Offenbarungseid!

Vorläufiges Endergebnis

In Hessen stürzte die CDU nach dem vorläufigen Endergebnis auf 36,8 Prozent (2003: 48,8), die SPD legte auf 36,7 Prozent (29,1) zu. Die Grünen kamen mit 7,5 Prozent (10,1) auf ein einstelliges Ergebnis, die FDP erreichte 9,4 Prozent (7,9). Die Linke erzielte 5,1 Prozent. CDU und SPD kamen auf jeweils 42 Sitze, die Grünen auf 9, die FDP auf 11 Mandate und die Linke auf 6.